„Weltwirtschaft und Globalisierung“: Schüler besuchen Baumer Thalheim

27.09.2017

Unterrichtsprojekt „Weltwirtschaft und Globalisierung“: Schülerinnen und Schüler des Oberstufengymnasiums Eschwege erkunden weltweit tätige Eschweger Unternehmen wie zum Beispiel Baumer Thalheim

 

Wie bringen wir Schülerinnen und Schüler näher an unsere heimischen Unternehmen heran, die zum Teil Weltmarktführer in exportstarken Technologiesektoren sind? Noch immer wird unterschätzt, dass gerade in Eschwege erfolgreiche Hightech-Unternehmen weltweit tätig sind.

Hier kommt das neueste Unterrichtsprojekt des Oberstufengymnasiums Eschwege gerade recht. Im Rahmen des durch den Lehrplan vorgegebenen Themas „Weltwirtschaft und Globalisierung“ im Fach Politik und Wirtschaft erkunden Schülerinnen und Schüler ausgesuchte Unternehmen in Eschwege und führen Interviews. In Kleingruppen geht es jeweils um Fragen der Unternehmensgeschichte, Ausweitung von Produktion und Vertrieb, Weltmarkt und -handel, Standortfaktoren, Arbeitsteilung usw., um Wissen aus dem Unterricht realitätsnah mit den tatsächlichen Bedingungen zu verknüpfen, unter denen heimische Unternehmen heute für den Weltmarkt produzieren.

Dank der Unterstützung und Organisation des Unternehmensnetzwerkes NIWE in Person des Wirtschaftsförderers der Kreisstadt Eschwege, Wolfgang Conrad, geht es nach der Vorbereitung im Unterricht nun in die ausgesuchten Unternehmen. Zusammen mit ihm und der betreuenden Lehrerin Marion Lentz vom Oberstufengymnasium, die neue Wege gehen möchte und deshalb auf Conrad zugegangen ist, tauchen die Schülerinnen und Schüler, die nächstes Jahr Abitur machen, in eine für sie neue Welt ein.

Schon beim ersten Besuch bei Baumer Thalheim am Hessenring am Mittwoch verfolgten die Schüler die Erklärungen des Produkt- und Marketing-Managers sowie Vertriebsleiters Marc Berneburg sehr aufmerksam und interessiert. Die Realität ist eben doch um vieles spannender als gedacht und beeindruckte schwer. Und eine solche „saubere“ Produktion hatte sich keiner der Schüler vorgestellt, aber bei Baumer Thalheim muss eben fast alles nahezu reinraumtechnisch produziert werden. Schließlich werden hier hoch empfindliche Sensoren hergestellt, zum Beispiel Drehgeber für den Einsatz in Windkraftanlagen, von denen bis zu 10 Stück pro Windkraftanlage gebraucht werden.
Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können, brachte es Marc Berneburg für die Schüler auf den Punkt, bedarf es kontinuierlich an Qualität und Innovation in Betrieb und Produktion, gut ausgebildeter Fachkräfte und absoluter Flexibilität.

Abschließend lässt sich festhalten, dass der Besuch des Unternehmens und der Einblick in die Hightech-Produktion die Schüler nicht nur informiert hat, sondern auch hinsichtlich ihrer späteren Berufsorientierung nachhaltig unterstützen konnte. Auf dem Programm stehen als nächste Unternehmen Präwema Antriebstechnik, Georg Sahm, Stiebel Eltron und aus dem Bankenbereich die Sparkasse Werra-Meißner.

Auf dem angehängten Foto befinden sich (von rechts nach links):
Lukas Fischer, Marc Berneburg, Lukas Lorchheim, Niklas Bellstedt, Joshua Falck, Wolfgang Conrad, Marion Lentz.

Die NIWE wurde 2003 von der Wirtschaftsförderung der Kreisstadt als Unternehmensnetzwerk für den Wirtschaftsraum Eschwege gegründet und 2005-7 von der EU gefördert. Die NIWE versteht sich als flexibles, kreatives Kooperations­netzwerk ohne starre Struktur und ohne Mitgliedsbeiträge, rein auf freiwilliger Basis. Die NIWE fördert sowohl den persönlichen Kontakt und Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen als auch den die kooperative Zusammenarbeit und unterstützt überbetriebliche Aktivitäten. Die NIWE erleichtert die Suche nach regionalen Partnern, fördert die überbetriebliche Ausbildung im Netzwerkverbund und kümmert sich um den Fachkräftenachwuchs.
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