NIWE-Netzwerk und die Ausbildung in Zeiten von Corona

10.12.2020

Die Corona-Krise ging natürlich auch nicht spurlos an der Lehrwerkstatt unseres Netzwerk-Mitglieds Präwema-Antriebstechnik und an unserem Trainingszentrum I 4.0 vorbei. Bedingt durch die Schulschließungen und die allgemein abflachende Auftragslage waren auf einmal alle 21 Auszubildenden durchgehend in der Lehrwerkstatt anwesend und wollten beschäftigt werden.

Dank des KUKA Roboters und der 3D –Drucker, welche wir für unser Trainingszentrum I 4.0 angeschafft haben, konnten wir aber Projektarbeiten durchführen und den Auszubildenden die Inhalte der Robotertechnik intensiv vermitteln.

Dazu passend nachfolgend zwei kleine Berichte unserer Auszubildenden aus dem Trainingszentrum:

NIWE-Netzwerk und die Ausbildung in Zeiten von Corona

3D – Drucker

„Im Rahmen unserer Projektarbeit am Tischkicker sind wir auf ein Problem gestoßen.

Wir benötigten Abdeckkappen für die Enden der Spielstangen, damit eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen werden kann. Da wir im Internet keine für uns passenden Kappen fanden, musste eine andere Lösung her.  Seit kurzem besitzt die Ausbildungswerkstatt von Präwema 3D-Drucker. Diese wurden von der Netzwerk Initiative Wirtschaft Eschwege gestellt.  Da kam uns die Idee, dass wir die Kappen selbst drucken könnten. Um die passende Größe der Kappen herstellen zu können, konstruierten wir die Kappen nach unseren Vorstellungen mit Hilfe eines Konstruktionsprogrammes. Nachdem wir das Model erstellt hatten, haben wir die Konstruktionsdaten in den 3D-Drucker eingelesen. Nach einer knappen Stunde standen die fertigen Abdeckkappen im 3D-Drucker bereit. Nach ihrer Entnahme aus dem 3D-Drucker konnten wir sie direkt montieren. So haben wir innerhalb kürzester Zeit für uns maßgefertigte Abdeckkappen selbst hergestellt.“

NIWE-Netzwerk und die Ausbildung in Zeiten von Corona

KUKA Roboter

„Durch die Lerneinheit mit dem Kuka-Roboter erhält man als angehender Facharbeiter einen guten Einblick, wie Abläufe und Prozesse, welche für Menschen zu komplex oder zu gefährlich sind, durch eine Maschine erledigen lassen kann. Der Roboter kann mit diversen Werkzeugen bestückt werden, wodurch er sehr universell einsetzbar ist.
Beim selbständigen Erlernen der Roboterbedienung startet man erstmal damit, was ein Roboter ist und was er macht. Dann steigert man sich dann langsam vom Hand-Verfahren über das „Ausprobieren“ verschiedener Koordinatensysteme und diverser Verfahren bis zum „Teachen“. Hierbei fährt man Punkte an, die der Roboter einliest und im Anschluss selbständig nach Programmstart anfährt. Da man nahezu jeden Roboter so bedienen kann, haben wir durch unser erlerntes Wissen jetzt die Möglichkeit, jeden erdenklichen Roboter zu programmieren.
Als Resümee sind wir alle, die schon die Möglichkeit hatten mit dem Roboter zu arbeiten, begeistert und finden es cool, dass wir hier einen Roboter haben, an dem wir jetzt schon für die Zukunft in der Industrie lernen können.“

Die NIWE wurde 2003 von der Wirtschaftsförderung der Kreisstadt als Unternehmensnetzwerk für den Wirtschaftsraum Eschwege gegründet und 2005-7 von der EU gefördert. Die NIWE versteht sich als flexibles, kreatives Kooperations­netzwerk ohne starre Struktur und ohne Mitgliedsbeiträge, rein auf freiwilliger Basis. Die NIWE fördert sowohl den persönlichen Kontakt und Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen als auch den die kooperative Zusammenarbeit und unterstützt überbetriebliche Aktivitäten. Die NIWE erleichtert die Suche nach regionalen Partnern, fördert die überbetriebliche Ausbildung im Netzwerkverbund und kümmert sich um den Fachkräftenachwuchs.
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